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Juni bis August

Rasendünger im Sommer: Sommerdünger richtig einsetzen

Häufiges Mähen zehrt an den Nährstoffen. Die Sommerdüngung hält den Rasen dicht – wenn das Wetter mitspielt.

Wann
Zwischen Juni und August, je später die Frühjahrsdüngung war, desto später. Nicht bei Hitze und Trockenheit.
Was
Organische Dünger und Langzeitdünger geben ihre Nährstoffe langsam ab und verbrennen den Rasen nicht so leicht.
Wie
An einem bedeckten Tag oder früh am Morgen streuen, auf trockene Halme, und danach gründlich wässern.

Unsere Empfehlungen für den Sommer

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Welcher Rasendünger im Sommer ? Wann solltest du im Sommer deinen Rasen düngen?

Rasendünger im Sommer ist die zweite Gabe des Jahres. Gestreut wird zwischen Juni und August, in den meisten Gärten im Juni – aber nie bei Hitze oder Trockenheit. Als Sommerdünger für den Rasen eignet sich ein Langzeit- oder organischer Dünger mit Stickstoff-Schwerpunkt in maßvoller Menge. Die Dünger aus unserem Praxistest, die in den Sommer passen, siehst du oben auf dieser Seite.

Braucht der Rasen im Sommer Dünger?

Ja, wenn er regelmäßig gemäht wird. Mit jedem Schnitt verlässt Stickstoff die Fläche, und die Frühjahrsgabe ist nach zwei bis drei Monaten aufgebraucht. Ohne Nachschub wird der Rasen heller und lückig, und in die Lücken wandern Klee und andere Unkräuter ein.

Am stärksten wachsen unsere Rasengräser allerdings nicht im Hochsommer, sondern im Mai und Juni und noch einmal im Frühherbst. Bei Hitze lässt das Wachstum nach. Deshalb fällt die Sommerdüngung maßvoll aus: Sie soll den Rasen versorgen, nicht antreiben. Und sie gehört in eine Phase, in der er wächst – nicht in eine Trockenperiode.

Üblich sind drei Düngungen im Jahr: Frühjahr, Frühsommer und Herbst. Bleibt das Schnittgut als Mulch liegen oder wird der Rasen wenig genutzt, reichen auch zwei. Mehr dazu unter Wie oft Rasen düngen?; alle Termine auf einen Blick zeigt der Düngeplan.

Wann den Rasen im Sommer düngen?

Der Zeitraum reicht von Juni bis August. Den genauen Termin bestimmen drei Dinge.

Der Abstand zur Frühjahrsdüngung. Er richtet sich nach der Wirkdauer deines Düngers:

  • Langzeitdünger: zwei bis drei Monate, einzelne Hersteller nennen mehr
  • organischer Dünger: etwa drei Monate
  • schnell löslicher Mineraldünger: etwa vier bis acht Wochen

Wer Ende März oder im April einen Langzeitdünger gestreut hat, ist also im Juni wieder an der Reihe.

Das Wetter. Bei Hitze und Trockenheit wird nicht gedüngt. Steht eine heiße Phase an, ziehst du die Gabe vor oder wartest, bis sie vorbei ist. Der Juli fällt deshalb in vielen Jahren aus; in einem kühlen, verregneten Juli spricht nichts gegen das Düngen.

Die Nutzung. Eine zusätzliche Gabe im August ist nur bei stark genutztem Rasen sinnvoll, etwa wenn täglich Kinder darauf spielen. Für alle anderen Flächen folgt nach der Sommergabe erst wieder der Herbstdünger.

Die richtige Tageszeit

Am besten düngst du an einem bedeckten Tag oder am frühen Abend, wenn die Sonne nicht mehr auf die Fläche brennt. Morgens geht es nur, wenn die Halme abgetrocknet sind: An Tautropfen bleibt das Granulat kleben und hinterlässt Flecken oder Verbrennungen. In der Mittagssonne wird im Sommer nie gestreut.

Welcher Rasendünger im Sommer?

Stickstoff-Schwerpunkt, maßvolle Menge

Auch der Sommerdünger ist ein stickstoffbetonter Rasendünger. Stickstoff ersetzt, was mit dem Schnittgut verloren geht, und hält die Narbe dicht. Kalium, das die Gräser belastbar macht, ist in jedem Rasendünger ohnehin enthalten.

Ein Kalium-Spezialdünger oder ein Herbstdünger ist im Sommer die falsche Wahl. Beide enthalten wenig Stickstoff und sind dafür gemacht, den Rasen im Herbst auf den Winter vorzubereiten – in der Wachstumszeit fehlt den Gräsern damit der wichtigste Nährstoff. Wann Kaliumdünger seinen Platz hat, steht auf der eigenen Seite.

Langzeitdünger oder organisch

Bei Wärme reagiert der Rasen empfindlich auf Dosierfehler. Schnell lösliche Mineraldünger geben ihren Stickstoff auf einen Schlag frei: Landet zu viel auf einer Stelle oder bleibt das Wasser aus, verbrennen die Halme. Sicherer sind zwei Düngertypen.

Unsere Empfehlungen für den Sommer sind Bio-Dünger: der Neudorff Azet Rasendünger, der WOLF-Garten Natura Bio und der Plantura Bio-Rasendünger. Azet und Natura Bio waren beide in unserem Praxistest 2020 dabei.

Wer trotzdem einen schnell wirkenden Mineraldünger nimmt, bleibt bei höchstens etwa 5 g Stickstoff je m² und Gabe und wässert sofort.

Flüssigdünger für kleine Flächen

Auf wenigen Quadratmetern ist Flüssigdünger eine Option. Er wird mit der Gießkanne oder dem Schlauch ausgebracht und kommt mit dem Wasser gleich an die Wurzeln. Er wirkt laut Packung vier bis acht Wochen, muss also öfter gegeben werden. Getestet haben wir den WOLF-Garten Flüssig-Rasendünger. Für große Flächen ist das Verfahren zu aufwendig.

Dünger mit Unkrautvernichter nur bei Wachstumswetter

Rasendünger mit Unkrautvernichter wirken über die Blätter wachsender Unkräuter. Im Sommer passen sie nur in eine milde, wüchsige Phase – nicht auf einen Rasen, der unter Hitze oder Trockenheit leidet. Diese Produkte sind Pflanzenschutzmittel: Die Angaben auf der Packung zu Temperatur, Wässern und Wartezeiten für Kinder und Haustiere sind verbindlich.

So bringst du den Sommerdünger aus

  1. Mähen. Ein bis zwei Tage vor dem Düngen, nicht zu kurz. Mehr zur Schnitthöhe unter Rasen mähen.
  2. Menge bestimmen. Maßgeblich ist die Angabe auf der Packung; im Sommer bleibst du eher am unteren Rand. Der Rasendünger-Rechner rechnet sie auf deine Fläche um.
  3. Gleichmäßig streuen. Auf trockene Halme, am besten mit einem Streuwagen. Überlappende Bahnen bekommen die doppelte Menge.
  4. Wässern. Kommt kein Regen, gibst du 10 bis 15 l/m². Ein Messbecher auf dem Rasen zeigt, wann die Menge erreicht ist. Mehr unter Rasen nach dem Düngen bewässern.

Rasen in der Trockenphase: nicht düngen

Ist der Rasen bei anhaltender Trockenheit gelb oder braun geworden, ruht er. Dünger nimmt er jetzt nicht auf; das Granulat bleibt liegen, und die Salze setzen den geschwächten Gräsern zusätzlich zu. Dünger ersetzt kein Wasser.

Was stattdessen hilft:

  • Höher mähen. Lass die Halme etwa einen Zentimeter länger als sonst. Längeres Gras beschattet den Boden, er trocknet langsamer aus.
  • Schnittgut liegen lassen. Kurzes, feines Schnittgut schützt den Boden vor Verdunstung und gibt Nährstoffe zurück. Wie das funktioniert, steht unter Rasenschnitt mulchen.
  • Richtig gießen. Ein- bis zweimal pro Woche durchdringend mit 15 bis 20 l/m², am besten früh morgens. Tägliches kurzes Sprengen hält die Wurzeln an der Oberfläche.

Gedüngt wird wieder, wenn es geregnet hat und der Rasen sichtbar nachwächst. Was im Sommer sonst ansteht, steht im Ratgeber zur Rasenpflege im Sommer.

Häufige Fehler im Sommer

  • In der Mittagshitze streuen. Das ist die häufigste Ursache für braune Flecken.
  • Auf taunasse Halme streuen. Klebende Körner verbrennen das Blatt.
  • Doppelt streuen. Wie du eine Überdüngung erkennst und behebst, steht im Ratgeber.
  • Nicht wässern. Granulat, das tagelang trocken liegt, wirkt nicht und schadet eher.
  • Den Herbstdünger vorziehen. Er gehört in den September oder Oktober.

Häufige Fragen

Kann ich im Juli Rasen düngen?

Ja, wenn das Wetter passt: bedeckt, nicht heiß, der Boden feucht. In einer Hitzewelle oder Trockenphase wartest du. Wer im Juni gedüngt hat, braucht im Juli ohnehin keine weitere Gabe.

Rasen düngen bei 30 Grad – geht das?

Nein. Bei solchen Temperaturen wächst der Rasen kaum und nimmt wenig auf, und das Risiko von Verbrennungen ist hoch. Warte auf kühlere, bedeckte Tage und gieße bis dahin durchdringend.

Welcher Rasendünger im Sommer bei Trockenheit?

Keiner, solange die Trockenheit anhält. Danach ist ein organischer Dünger oder ein Langzeitdünger die sichere Wahl, weil beide den Stickstoff langsam freigeben.

Welcher Sommerdünger ist der beste für den Rasen?

Für die meisten Gärten ein stickstoffbetonter Langzeitdünger oder ein organischer Rasendünger. Wie die einzelnen Produkte im Praxistest abgeschnitten haben, zeigen die Karten oben mit ihren Bewertungen.