Dezember bis Februar
Winterdünger für den Rasen: im Winter düngen oder nicht?
Im Winter ruht der Rasen und nimmt keine Nährstoffe auf. Gedüngt wird jetzt nicht – vorbereitet schon.
- Wann
- Bis der Rasen wieder wächst, bleibt der Dünger im Sack. Ab Ende Februar kann bei mildem Wetter Eisendünger gegen Moos ausgebracht werden.
- Was
- Kalk nur, wenn ein pH-Test es nahelegt. Gegen Moos hilft Eisendünger, gegen saure Böden Rasenkalk.
- Wie
- Gefrorenen oder schneebedeckten Rasen möglichst nicht betreten. Jetzt ist Zeit, den Frühjahrsdünger zu wählen.
Unsere Empfehlungen für das Winterende
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Im Winter wird der Rasen nicht gedüngt: Von Dezember bis Februar ruhen die Gräser und nehmen keine Nährstoffe auf. Was als Winterdünger für den Rasen verkauft wird, ist ein kaliumbetonter Herbstdünger – er gehört spätestens Anfang November auf die Fläche. Im Winter selbst gibt es trotzdem ein paar sinnvolle Handgriffe.
Was ist Winterdünger?
Winterdünger ist nichts anderes als eine späte Herbstgabe mit viel Kalium und wenig Stickstoff. Der Name beschreibt das Ziel, nicht den Zeitpunkt: Der Dünger soll den Rasen winterfest machen. Kalium festigt die Zellen und lässt den Zellsaft später gefrieren, die Halme überstehen Frost und Nässe besser. Mehr dazu unter Kaliumdünger für den Rasen.
Ob auf der Packung „Winterdünger“ oder „Herbstdünger“ steht, macht keinen Unterschied. Worauf es bei der Auswahl ankommt, steht auf der Seite zum Herbstrasendünger.
Warum wird der Rasen im Winter nicht gedüngt?
Unterhalb von etwa 5 °C Bodentemperatur stellt der Rasen das Wachstum weitgehend ein. Was jetzt gestreut wird, nehmen die Gräser nicht auf. Regen und Schmelzwasser spülen die Nährstoffe aus dem Boden, bevor sie gebraucht werden.
Stickstoff schadet in dieser Zeit sogar: Treibt der Rasen in einer milden Phase noch einmal aus, ist das neue Gewebe weich, erfriert leicht und ist anfällig für Pilzkrankheiten wie Schneeschimmel. Mehr dazu unter Pilze im Rasen.
Bis wann ist die letzte Düngung möglich?
Die Herbstdüngung liegt zwischen September und Oktober, solange der Rasen noch wächst. Bei mildem Wetter geht es bis Anfang November. Organische Herbstdünger streust du spätestens Ende September, weil ihre Umsetzung im kalten Boden stockt.
Wer den Termin verpasst hat, holt ihn im Dezember nicht nach. Der Rasen kommt auch ohne Herbstgabe durch den Winter und wird im Frühjahr wieder versorgt.
Was im Winter für den Rasen sinnvoll ist
Laub entfernen. Unter einer Laubdecke bekommen die Gräser kein Licht, und die Fläche bleibt nass. Das fördert Moos und Pilze.
Gefrorenen Rasen nicht betreten. Gefrorene Halme brechen unter Belastung. Die Trittspuren zeigen sich im Frühjahr als braune Stellen.
Den pH-Wert messen. Ob der Rasen Kalk braucht, zeigt nur ein Bodentest, etwa der Neudorff pH-Bodentest. Das Ziel liegt bei pH 5,5 bis 6,5 – auf Sandboden eher am unteren, auf Lehmboden am oberen Ende. Liegt der Wert im Zielbereich, wird nicht gekalkt.
Im Spätwinter kalken, wenn der Test es verlangt. Der passende Zeitraum ist Februar bis Anfang März, auf offenem, nicht gefrorenem Boden. Zur ersten Düngung hältst du etwa vier Wochen Abstand. Mengen und Vorgehen stehen unter Rasen kalken.
Alles Weitere steht im Ratgeber zur Rasenpflege im Winter.
Moos im Rasen im Winter entfernen?
Im Winter fällt Moos besonders auf: Es wächst auch bei niedrigen Temperaturen weiter, während die Gräser ruhen. Trotzdem streust du jetzt nichts dagegen. Eisendünger und Moosvernichter gehören in die Wachstumszeit – ab März oder in den Frühherbst. Im Februar ist es in der Regel zu früh: Das Moos stirbt zwar ab, aber der Rasen kann die Lücken noch nicht schließen.
Ab März gehst du so vor: Eisendünger ausbringen, zwei bis drei Wochen wirken lassen, das abgestorbene Moos ausharken oder vertikutieren und nachsäen. Eisen-II-Sulfat reizt Haut und Augen, ist für Haustiere giftig und hinterlässt Rostflecken auf Stein. Den Profigreen Eisendünger Moosverdränger haben wir selbst ausgebracht; den richtigen Zeitpunkt erklärt der Beitrag Wann Eisendünger streuen?.
Auf Dauer hilft nur, die Ursachen abzustellen – Schatten, Nässe, verdichteten oder zu sauren Boden, Nährstoffmangel. Wie das geht, steht unter Moos im Rasen.
Rasen düngen im Februar und März: Wann geht es wieder los?
Die erste Düngung fällt in die Zeit von Mitte März bis Ende April – sobald der Rasen sichtbar wächst und der Boden etwa 8 bis 10 °C hat. Ein verlässliches Zeichen ist die Forsythienblüte. Der Februar ist dafür zu früh.
Die Reihenfolge: erst der erste Schnitt, ein bis zwei Tage später düngen. Welcher Dünger dann passt, steht unter Rasendünger im Frühjahr; die ersten Arbeiten beschreibt der Ratgeber Rasenpflege nach dem Winter. Alle Termine des Jahres zeigt der Düngeplan.
Häufige Fragen
Kann man den Rasen im November noch düngen?
Nur Anfang November und nur bei mildem Wetter, solange der Rasen noch wächst. Dann mit einem kaliumbetonten Herbstdünger, nicht mit einem Rest vom Sommer.
Rasen düngen im Dezember – sinnvoll?
Nein. Der Rasen ruht und nimmt nichts auf; die Nährstoffe werden ausgewaschen.
Kann ich im Februar Rasen düngen?
Nein, auch nicht in einer milden Woche. Gedüngt wird ab Mitte März, wenn der Rasen wächst. Im Februar kannst du den pH-Wert messen und bei Bedarf kalken.
Welcher Rasendünger ist der richtige für den Winter?
Ein Herbstdünger mit viel Kalium und wenig Stickstoff, gestreut im September oder Oktober. Einen Dünger, der im Winter selbst ausgebracht wird, gibt es nicht.
Schadet Schnee dem Rasen?
Eine lockere Schneedecke schadet nicht, sie schützt die Gräser vor Kahlfrost. Zusammengeschobene oder festgetretene Schneehaufen bleiben dagegen lange liegen und begünstigen Schneeschimmel.
