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Rasendünger im Praxistest

Substral Rasendünger mit Unkrautvernichter im Praxistest

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Rasendünger Test 2022 +++ Q&A für die Frühjahrsdüngung

Der Substral Rasendünger mit Unkrautvernichter kombiniert einen mineralischen Langzeitdünger mit einem Mittel gegen zweikeimblättrige Rasenunkräuter. Er wird einmal im Jahr mit 20 g/m² gestreut; die Düngewirkung hält laut Hersteller 100 Tage, die Wirkung gegen Unkraut zeigt sich nach zwei bis drei Wochen. Er gehörte zu den 17 Produkten unseres Praxistests 2020.

Im Praxistest

Den Substral Rasendünger mit Unkrautvernichter haben wir im Praxistest 2020 zusammen mit 16 weiteren Rasendüngern ausgebracht. Jedes Produkt bekam eine eigene Testparzelle von etwa einem Quadratmeter. Gestreut wurde zur Frühjahrsdüngung, dosiert genau nach Packung.

Messwerte zu diesem einen Dünger haben wir nicht festgehalten; die folgenden Angaben zu Wirkdauer, Wirkungseintritt und erfassten Unkräutern stammen vom Hersteller.

Wie wirkt der Substral Rasendünger mit Unkrautvernichter?

Der Dünger: Der Stickstoff wird nicht auf einmal freigesetzt, sondern nach und nach über etwa 100 Tage. Das senkt die Gefahr, den Rasen zu verbrennen, sorgt für gleichmäßiges Wachstum und verringert die Auswaschung durch Regen. Erste Ergebnisse – ein dichteres, grüneres Bild – verspricht der Hersteller nach sieben Tagen.

Der Unkrautvernichter: Er wird über die Blätter aufgenommen und schädigt zweikeimblättrige Pflanzen bis in die Wurzel. Gräser sind einkeimblättrig und bleiben verschont. Eine Langzeitwirkung hat der Unkrautvernichter nicht: Was später aus Samen neu keimt, erfasst er nicht mehr. Das Prinzip erklärt Wie funktioniert Rasendünger mit Unkrautvernichter?.

Welche Unkräuter erfasst er?

Wirkung laut Hersteller Unkräuter
sehr gut Gemeine Schafgarbe, Hirtentäschelkraut, Hornkraut, Vogelknöterich
ausreichend Gänseblümchen, Löwenzahn, Weißklee, Kriechender Hahnenfuß, Wegerich
nicht ausreichend Kriechender Günsel, Herbstlöwenzahn, Gemeine Braunelle, Ampfer- und Ehrenpreisarten

Am meisten bringt das Produkt also auf Rasen mit Schafgarbe, Hornkraut oder Vogelknöterich. Löwenzahn, Klee und Gänseblümchen werden zurückgedrängt, aber nicht immer vollständig beseitigt.

Für welchen Rasen und wann?

Zugelassen ist das Produkt für nicht berufliche Anwender auf Zier- und Spielrasen. Es passt, wenn der Rasen flächig verunkrautet ist und du die Fläche eine Woche sperren kannst.

  • Zeitraum: während der Wachstumszeit von März/April bis September.
  • Häufigkeit: höchstens eine Anwendung pro Jahr.
  • Wetter: feuchtwarme Tage, keine Hitzeperiode. Der Rasen soll leicht feucht sein, damit das Granulat haftet und sich löst – wenn nötig vorher wässern.

Anwendung: Menge, Streuen, Wässern

  • Menge: 20 g/m². Eine Packung mit 5 kg reicht für 250 m². Für andere Flächen hilft der Rasendünger-Rechner.
  • Vorher: drei bis vier Tage nach dem letzten Schnitt streuen. Dann haben die Unkräuter genug Blattfläche, um den Wirkstoff aufzunehmen.
  • Streuen: Der Hersteller empfiehlt den Streuwagen bei einer Schrittgeschwindigkeit von etwa 1 m pro Sekunde; das rieselfähige, staubfreie Granulat ist dafür gut geeignet. Von Hand streust du kreuzweise – die eine Hälfte der Menge längs, die andere quer – und trägst Arbeitshandschuhe.
  • Danach: ein bis zwei Tage trocken lassen, also nicht wässern und möglichst regenfreie Tage abpassen. Sonst wird der Wirkstoff von den Blättern gespült. Regen oder Bewässerung nach zwei bis drei Tagen fördert dann die Düngewirkung.
  • Mähen: frühestens nach sieben Tagen.

Worauf musst du achten?

  • Spielen und Liegen: Der Rasen darf erst wieder als Spiel- und Liegewiese genutzt werden, wenn er gemäht wurde – also nach mindestens sieben Tagen. Das gilt auch für Hunde und Katzen. Mehr unter Wie lange ist Rasendünger giftig?.
  • Schnittgut: Die ersten beiden Schnitte nicht zum Mulchen verwenden. Vollständig kompostiert ist das Schnittgut laut Hersteller als Kompost nutzbar.
  • Tierfutter: Im ganzen Anwendungsjahr kein Schnittgut an Tiere verfüttern.
  • Nachbarpflanzen: Beete, Stauden und Gemüse dürfen nicht getroffen werden. Der Wirkstoff schädigt auch sie.

Der Hersteller stuft das Produkt als nicht bienengefährlich ein.

Wofür eignet er sich nicht?

  • Neu angelegter Rasen: nicht im Ansaatjahr anwenden.
  • Günsel, Braunelle, Ampfer, Ehrenpreis, Herbstlöwenzahn: Diese Arten werden nicht ausreichend erfasst.
  • Einzelne Unkräuter: Hier ist Ausstechen der direktere Weg – siehe Löwenzahn im Rasen bekämpfen.
  • Ganzjährige Versorgung: Nach rund 100 Tagen ist die Düngewirkung aufgebraucht. Für die Anschlussdüngung nimmst du einen Langzeitrasendünger ohne Unkrautvernichter.
  • Moos: Dagegen wirkt das Mittel nicht. Vom selben Hersteller gibt es dafür den Substral 3 in 1 Komplett Rasendünger.

Vergleichbare Dünger aus unseren Tests

Im selben Praxistest standen drei weitere Kombiprodukte aus Dünger und Unkrautvernichter: der WOLF-Garten 2-in-1 Unkrautvernichter plus Rasendünger, der Beckmann Rasendünger mit Unkrautvernichter und der Compo Floranid Rasendünger. Weitere Produkte stehen in der Übersicht Rasendünger mit Unkrautvernichter.

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Veröffentlicht März 2020, überarbeitet Oktober 2026

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