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Rasendünger im Praxistest

Substral 3 in 1 Komplett Rasendünger im Praxistest

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Rasendünger Test 2022 +++ Q&A für die Frühjahrsdüngung

Der Substral 3 in 1 Komplett Rasendünger verbindet einen NPK-Dünger mit einem Unkraut- und einem Moosvernichter. Er ist ein Mittel für den Sanierungsfall: einen Rasen, der gleichzeitig hungert, vermoost und verunkrautet ist. Dann genügt ein Arbeitsgang statt drei. Er gehörte zu den 17 Produkten unseres Praxistests 2020.

Im Praxistest

Im Praxistest 2020 standen 17 Rasendünger, einer davon der Substral 3 in 1 Komplett Rasendünger. Je Produkt haben wir etwa einen Quadratmeter Rasen als Testparzelle gewählt. Ausgebracht wurde im Frühjahr, in genau der Menge, die die Packung vorgibt.

Messwerte zu diesem einen Dünger haben wir nicht festgehalten; die folgenden Angaben zu Wirkung, Wirkungseintritt und erfassten Unkräutern stammen vom Hersteller.

Was kann der Substral 3 in 1 Komplett Rasendünger?

  • Düngen: Stickstoff, Phosphor und Kalium in einem auf Rasen abgestimmten Verhältnis. Eine Verbesserung des Wachstums soll laut Hersteller schon nach sieben Tagen sichtbar sein.
  • Unkraut bekämpfen: Der Hersteller nennt Hornkraut, Gundermann, Löwenzahn, Schafgarbe, Gemeine Braunelle, Spitz- und Breitwegerich sowie viele Kleearten. Die Wirkung setzt nach ein bis zwei Wochen ein, in den Wochen danach sterben die Pflanzen ab.
  • Moos bekämpfen: Moos färbt sich zunächst schwarz und stirbt dann ab. Etwa 14 Tage nach dem Streuen kannst du es abharken.

Das Produkt ist für private Anwender im Haus- und Vorgarten zugelassen und laut Hersteller nicht bienengefährlich.

Für welchen Rasen und wann?

Geeignet ist der Dünger für eingewachsenen Rasen mit allen drei Problemen zugleich. Er kann von März bis August ausgebracht werden; am besten wirkt er im Frühjahr, wenn Gras und Unkraut kräftig wachsen.

  • Wetter: warme, regenfreie Tage bis etwa 25 °C. Nicht bei großer Hitze und nicht bei Frost streuen.
  • Boden: gut durchfeuchtet. Hat es nicht geregnet, vorher wässern.
  • Mähen: zwei bis drei Tage vor dem Streuen nicht mehr mähen, damit die Unkräuter genug Blattfläche haben. Auch danach einige Tage warten.

Wie wird der Dünger ausgebracht?

Das Feingranulat lässt sich laut Hersteller staubfrei streuen. Auf größeren Flächen nimmst du am besten einen Streuwagen; von Hand musst du sehr auf Gleichmäßigkeit achten. Wie du Bahnen sauber setzt, zeigt Wie Rasendünger ausbringen?.

Die Aufwandmenge steht auf der Verpackung und ist verbindlich. Mehr hilft nicht mehr: Unkraut- und Moosvernichter schädigen in zu hoher Menge auch das Gras.

Worauf musst du achten?

  • Kinder und Haustiere: Dünger mit Unkraut- und Moosvernichter haben Wartezeiten, bevor die Fläche wieder betreten werden darf. Die Frist steht auf der Verpackung; bis dahin gehört der Rasen abgesperrt. Mehr unter Wie lange ist Rasendünger giftig?.
  • Schnittgut: Die ersten vier Rasenschnitte nach dem Streuen nicht zum Mulchen verwenden – sie enthalten Reste des Unkrautvernichters.
  • Nachbarpflanzen: Nicht auf Beete, Hecken und angrenzende Pflanzen streuen. Der Wirkstoff unterscheidet nicht zwischen Löwenzahn und Staude.
  • Reste: Nicht in die Natur und nicht in oder an Gewässer geben, sondern nach den Vorgaben des Herstellers entsorgen.

Wofür eignet er sich nicht?

Frisch gesäter Rasen

Junger Rasen verträgt den Unkrautvernichter nicht. Nach einer Frühjahrsansaat wartest du bis zum Sommer, nach einer Herbstansaat bis zum folgenden Frühjahr. Für junge Flächen gibt es eigene Starterdünger.

Rasen mit nur einem Problem

Ein Kombiprodukt behandelt immer die ganze Fläche mit allen drei Wirkstoffgruppen. Das lohnt sich nur, wenn auch alle drei Probleme da sind.

  • Ist der Rasen nur blass, reicht ein normaler Langzeitrasendünger.
  • Wächst nur Moos, liegt die Ursache meist in Schatten, Nässe, verdichtetem Boden oder niedrigem pH-Wert. Das behebt kein Dünger – siehe Vertikutieren und Rasen kalken; gekalkt wird nur, wenn eine pH-Messung es nahelegt.
  • Stehen nur einzelne Unkräuter im Rasen, ist Ausstechen schonender.

Für die regelmäßige Düngung über das Jahr ist das Produkt ebenfalls zu viel des Guten.

Vergleichbare Dünger aus unseren Tests

Zwei Produkte aus unseren Tests gehen jeweils eines der Probleme gezielt an: gegen Unkraut der WOLF-Garten 2-in-1 Unkrautvernichter plus Rasendünger, gegen Moos der WOLF-Garten Moosvernichter und Rasendünger LW 100. Die Variante ohne Moosvernichter vom selben Hersteller stand im selben Praxistest: Substral Rasendünger mit Unkrautvernichter. Weitere Produkte: Rasendünger mit Unkrautvernichter und Rasendünger mit Moosvernichter.

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Veröffentlicht März 2020, überarbeitet Oktober 2026

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