Rasendünger im Praxistest
Compo Rasendünger „Moos – nein, danke“ im Praxistest
- Hersteller
- Compo
- NPK
- 12-0-6
Video abspielenDer Compo Rasendünger „Moos – nein, danke“ ist ein Rasendünger mit Moosvernichter: Er versorgt den Rasen rund drei Monate lang mit Stickstoff und Kalium und lässt Moos mit Eisen-II-Sulfat absterben. Gestreut werden 25 g/m², eine Packung mit 7,5 kg reicht für 300 m². Er gehörte zu den 17 Produkten unseres Praxistests 2020.
Im Praxistest
Für den Praxistest 2020 haben wir 17 Rasendünger nebeneinander ausgebracht. Der Compo Rasendünger „Moos – nein, danke“ bekam wie jedes Produkt eine eigene Testparzelle von etwa einem Quadratmeter. Gestreut haben wir zur Frühjahrsdüngung und genau in der Menge, die auf der Packung steht.
Messwerte zu diesem einen Dünger haben wir nicht festgehalten; die folgenden Angaben zu Zusammensetzung, Aufwandmenge und Wirkdauer stammen vom Hersteller.
Was steckt im Compo Rasendünger „Moos – nein, danke“?
Laut Hersteller ist es ein NK-Dünger mit 12 % Stickstoff und 6 % Kaliumoxid, also ohne Phosphat. Dazu kommen:
- Eisen-II-Sulfat als Wirkstoff gegen Moos,
- Formaldehydharnstoff als langsam wirkende Stickstoffquelle,
- Magnesium für die Grünfärbung.
Compo beschreibt den Dünger als chlorarm und als nicht gefährlich für Bienen und andere Nützlinge. Ein Unkrautvernichter ist das Produkt nicht: Löwenzahn, Klee und andere Unkräuter bleiben stehen.
Für welchen Rasen und wann?
Das Produkt passt, wenn der Rasen sichtbar vermoost ist und zugleich Nährstoffe braucht. Compo empfiehlt zwei Gaben pro Saison. Gestreut wird in der Wachstumszeit an einem trockenen, milden Tag – nicht bei Hitze, denn dann steigt die Gefahr von Verbrennungen deutlich. Wann ein Eisendünger überhaupt sinnvoll ist, erklärt Wann Eisendünger streuen?.
Anwendung Schritt für Schritt
- Rasen mähen, dann drei bis vier Tage warten.
- Handschuhe und lange Kleidung anziehen.
- Morgens auf das taunasse Gras streuen, mit dem Streuwagen oder von Hand. Die Bahnen dürfen sich nicht überlappen.
- Den Rasen nicht betreten und den Dünger ein bis zwei Tage einwirken lassen.
- Am dritten Tag wässern.
- Frühestens eine Woche nach dem Streuen wieder mähen.
- Das abgestorbene Moos – es färbt sich schwarz – nach etwa einer Woche ausharken oder herausvertikutieren.
Das Gras muss beim Streuen und an den Tagen danach morgens feucht sein, sonst wirkt das Mittel nicht. Kahle Stellen säst du laut Hersteller etwa einen Monat später nach; passende Mischungen findest du unter Nachsaat.
Worauf musst du achten?
Kinder und Haustiere
Eisen-II-Sulfat reizt Haut und Augen und ist gesundheitsschädlich, wenn es verschluckt wird. Für Hunde und Katzen ist es giftig; schon das Ablecken der Pfoten nach einem Gang über den frisch gestreuten Rasen kann Erbrechen auslösen.
- Kinder und Haustiere von der Fläche fernhalten, bis das Granulat eingewässert ist. Als Spiel- und Liegewiese gibt der Hersteller den Rasen erst nach dem nächsten Schnitt wieder frei.
- Das Schnittgut der laufenden Saison nicht verfüttern und nicht als Einstreu verwenden.
- Angebrochene Packungen unzugänglich lagern.
Mehr dazu: Wie gefährlich ist Rasendünger für Hunde?
Rostflecken
Auf Steinplatten, Bodenbelägen und Kleidung hinterlässt der Dünger braune Flecken, die kaum wieder herausgehen. Kehre Körner sofort trocken ab und säubere nach dem Streuen die Schuhsohlen, bevor du über die Terrasse gehst.
Dosierung
Zu viel Dünger färbt den ganzen Rasen braun; im schlimmsten Fall muss neu gesät werden. Wiege die Menge ab – der Rasendünger-Rechner hilft – und streue nie doppelt. Was nach einem Fehler hilft, steht unter Überdüngung.
Wofür eignet er sich nicht?
Der Dünger tötet vorhandenes Moos ab, ändert aber nichts an den Gründen für den Befall. Moos wächst, wo Gras schwächelt: im Schatten von Hecken und Bäumen, auf nassem oder verdichtetem Boden, bei Nährstoffmangel und bei zu niedrigem pH-Wert. Ohne diese Ursachen anzugehen, kommt es zurück. So beugst du vor:
- regelmäßig mähen, aber nicht kürzer als 4 cm,
- bei Bedarf vertikutieren, damit Luft an den Boden kommt,
- bei Trockenheit ausreichend wässern und Kahlstellen schnell nachsäen,
- den Rasen übers Jahr gleichmäßig mit Nährstoffen versorgen,
- den pH-Wert messen und nur dann kalken, wenn die Messung es nahelegt.
Ebenfalls nicht das Richtige ist das Produkt für Gärten, in denen Hund, Katze oder kleine Kinder ständig auf dem Rasen sind, und für Rasen, der nur Unkraut, aber kein Moos hat.
Vergleichbare Dünger aus unseren Tests
Mit demselben Wirkstoff arbeitet der WOLF-Garten Moosvernichter und Rasendünger LW 100, den wir ebenfalls selbst ausgebracht haben. Soll das Mittel zusätzlich Unkraut erfassen, lies den Bericht zum Substral 3 in 1 Komplett Rasendünger aus demselben Praxistest. Weitere Mittel stehen in der Übersicht Rasendünger mit Moosvernichter.
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