Rasendünger im Praxistest
Compo Rasendünger mit Langzeitwirkung im Test
- Hersteller
- Compo
- Unser Urteil
- 4,5 von 5
- Preis-Leistung
- 4,5 von 5
- NPK
- 15-5-8
- Reichweite
- 320 m² je Packung






Der Compo Rasendünger mit Langzeitwirkung ist ein mineralischer NPK-Dünger (15-5-8) für Frühjahr und Sommer. In unserem Praxistest hat er schnell gewirkt: Der Rasen wuchs kräftig und wurde deutlich dunkler, selbst eine stark beanspruchte Fläche sah nach zwei Wochen wieder gut aus. Gegen Moos und Unkraut wirkt er nur indirekt – einen Moos- oder Unkrautvernichter enthält er nicht.
Für wen ist der Compo Langzeit-Rasendünger geeignet?
Der Dünger passt, wenn du einen beanspruchten oder blassen Rasen zügig wieder in Form bringen und danach einige Wochen Ruhe haben willst. Laut Compo eignet er sich für Zier-, Spiel- und Sportrasen.
Die beste Zeit ist das Frühjahr (April, Mai) und der Frühsommer (Juni, Juli). Bei Hitze und Trockenheit solltest du nicht düngen. Für den Herbst ist er die falsche Wahl – dazu weiter unten mehr.
Zusammensetzung: Was bedeutet 15-5-8?
Der Dünger enthält laut Hersteller 15 % Stickstoff, 5 % Phosphat und 8 % Kalium, dazu 3 % Magnesium. Er ist als EG-Düngemittel deklariert und chloridarm.
Ein Teil des Stickstoffs liegt als Isobutylidendiharnstoff vor. Diese Verbindung gibt den Stickstoff nicht auf einmal frei, sondern abhängig von Temperatur, Feuchtigkeit und Bodenleben. Das ist die eigentliche Langzeitwirkung. Compo verspricht:
- Nährstoffversorgung für bis zu drei Monate
- kein Stoßwachstum und keine Verbrennungsgefahr
- Nitratauswaschung auf dem Niveau einer ungedüngten Fläche, wenn nach Empfehlung dosiert wird
Das sind Herstellerangaben. Wie bei jedem mineralischen Dünger gilt trotzdem: Wer deutlich überdosiert oder Häufchen liegen lässt, riskiert Schäden durch Überdüngung.
Wie viel Compo Rasendünger brauchst du?
Laut Compo reicht der 20-kg-Sack für 750 m², der 4-kg-Sack für 150 m². Das entspricht rund 27 g/m². Erhältlich ist der Dünger mit 4, 8 und 20 kg. Für deine Fläche rechnet der Rasendünger-Rechner die Menge aus.
Unsere Erfahrung im Praxistest
Das Granulat ließ sich leicht von Hand streuen und lief auch im Streuwagen problemlos. Die Wirkung kam schnell: Der Rasen legte spürbar zu und wurde merklich dunkler, schon wenige Tage nach der ersten Anwendung war das Grün satter. Eine stark belastete Fläche wirkte nach zwei Wochen wie neu. Der Effekt war ausgewogen und hielt lange an.
Ein kleiner Nachteil hat uns beim Streuen gestört: Die Körner sind auf dem Rasen schlecht zu sehen. Du musst dir merken, wo du schon warst – oder gleich in Bahnen mit dem Streuwagen arbeiten. Sonst gibt es doppelt gedüngte Streifen und Lücken.
Hilft der Compo Rasendünger gegen Moos und Unkraut?
Nur indirekt. Der Dünger enthält weder einen Moosvernichter noch einen Unkrautvernichter. Er kräftigt die Gräser, die Grasnarbe wird dichter, und ein dichter Rasen lässt Moos und Unkraut weniger Raum. Vorhandenes Moos oder Löwenzahn verschwinden dadurch nicht. Wenn du gezielt dagegen vorgehen willst, sieh dir die Übersichten zu Rasendünger mit Moosvernichter und Rasendünger mit Unkrautvernichter an.
Stärken und Schwächen
Stärken
- schnelle, deutlich sichtbare Wirkung
- lang anhaltender, ausgewogener Effekt
- leicht auszubringen, von Hand und mit dem Streuwagen
- in drei Packungsgrößen erhältlich
Schwächen
- Granulat auf dem Rasen kaum zu erkennen
- stickstoffbetont und deshalb nichts für den Herbst
- keine direkte Wirkung gegen Moos und Unkraut
Fazit
Der Compo Rasendünger mit Langzeitwirkung ist ein unkomplizierter Dünger für die Hauptsaison. Er bringt müden Rasen schnell wieder in Schwung und versorgt ihn laut Hersteller bis zu drei Monate. Weitere Produkte dieser Art findest du im Vergleich der Langzeitrasendünger.
Häufige Fragen
Wann dürfen Kinder und Tiere nach dem Düngen wieder auf den Rasen?
Der Compo Rasendünger mit Langzeitwirkung ist ein mineralischer Dünger. Kinder, Hunde, Katzen und auch Kaninchen sollten die Fläche nicht betreten, solange Körner auf dem Rasen liegen. Wässere gründlich, bis sich der Dünger vollständig aufgelöst hat. Wer sichergehen will, wartet danach noch einige Tage, bei Kleintieren, die das Gras fressen, etwa eine Woche. Mehr dazu: Wie lange ist Rasendünger giftig?
Kann ich den Compo Langzeitdünger als Herbstdünger verwenden?
Besser nicht. Mit 15-5-8 ist der Stickstoffanteil hoch. Stickstoff treibt das Wachstum an, und weiches, frisch gewachsenes Gewebe wird durch Frost leichter geschädigt. Im Herbst ist ein kaliumbetonter Herbstrasendünger die bessere Wahl, zum Beispiel der Compo Herbst-Rasendünger.
In welchen Monaten bringe ich den Langzeitdünger aus?
Ideal sind April und Mai für die erste Gabe sowie Juni und Juli für die zweite. In Hitzeperioden wartest du auf kühleres, feuchtes Wetter.
Kann ich Rasensamen und Dünger mischen und zusammen streuen?
Davon raten wir ab. Samen und Düngerkörner sind unterschiedlich groß und schwer, die Mischung entmischt sich im Streuwagen und in der Hand. Das Ergebnis ist eine ungleichmäßige Verteilung. Bring zuerst den Dünger aus und säe danach. Geeignete Mischungen findest du im Rasensamen-Test.
Kann ich frisch gekeimten Rasen düngen?
Junge Keimlinge sind empfindlich, die Fläche sollte in dieser Zeit möglichst nicht betreten werden. Dünge deshalb vor der Aussaat und lass danach einige Wochen vergehen, bevor du wieder streust.
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