Rasendünger mit Unkrautvernichter
Passende Tests und Produktvorstellungen
Compo
Compo Floranid Rasendünger mit Unkrautvernichter im Praxistest
4,5 von 5- Frühjahr
- Sommer
- reicht für 300 m²
WOLF-Garten
WOLF-Garten Rasendünger mit Unkrautvernichter (2-in-1, SQ 450) im Test
4 von 5- Frühjahr
- Sommer
- NPK 22-5-5
- reicht für 450 m²
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Was bringt Rasendünger mit Unkrautvernichter?
Rasendünger mit Unkrautvernichter düngt die Gräser und bekämpft im selben Arbeitsgang breitblättrige Unkräuter wie Löwenzahn, Klee oder Gänseblümchen. Das spart das Ausstechen von Hand und funktioniert – wenn Wetter, Dosierung und Zeitpunkt stimmen.
Du solltest aber wissen, was du streust: Dünger mit Unkrautvernichter sind Pflanzenschutzmittel, die Gebrauchsanleitung ist verbindlich. Es gelten feste Anwendungsregeln, Wartezeiten für Kinder und Haustiere und in der Regel eine Obergrenze von einer Anwendung pro Jahr. Für einzelne Löwenzähne ist das Kombiprodukt zu viel; für einen stark verunkrauteten Rasen kann es der richtige Neustart sein.
Wie wirkt das Kombiprodukt?
Die meisten Produkte enthalten sogenannte Wuchsstoffe, häufig 2,4-D und Dicamba in Kombination. Das sind synthetische Nachbildungen pflanzlicher Wachstumshormone. Das Unkraut nimmt sie vor allem über die Blätter auf, wächst sich buchstäblich zu Tode und stirbt samt Wurzel ab.
Gräser sind einkeimblättrige Pflanzen und vertragen diese Wirkstoffe in der vorgesehenen Dosis. Zweikeimblättrige Pflanzen – also praktisch alle Rasenunkräuter, aber auch Blumen, Gemüse, Sträucher und Bäume – vertragen sie nicht. Deshalb gehört das Mittel ausschließlich auf den Rasen und nie in Beete.
Der Düngeranteil stärkt gleichzeitig die Gräser, damit sie die entstehenden Lücken schließen. Viele Produkte sind laut Hersteller Langzeitdünger mit zwei bis drei Monaten Wirkdauer.
Ausführlicher erklärt das der Beitrag Wie funktioniert Rasendünger mit Unkrautvernichter?
Gegen welche Unkräuter hilft er?
Typische Rasenunkräuter sind:
- Löwenzahn
- Gänseblümchen
- Klee
- Wegerich
- Hornkraut
- Schafgarbe
- Gänsefingerkraut
Nicht jedes Produkt wirkt gegen jedes Unkraut gleich gut. Sieh dir vor dem Kauf an, was bei dir wächst, und vergleiche es mit der Liste auf der Packung. Gegen Moos helfen diese Wirkstoffe nicht; dafür gibt es Rasendünger mit Moosvernichter. Und gegen Ungräser wie Hirse wirken sie ebenfalls nicht.
Wann wird Rasendünger mit Unkrautvernichter ausgebracht?
Zwischen April und September – am besten im Mai, wenn alles kräftig wächst. Der Wirkstoff braucht wachsendes Unkraut mit viel Blattfläche.
- Temperatur: Die Nächte sollten über mehrere Tage nicht kälter als 10 °C sein.
- Wetter: kein Dauerregen, keine Hitze, keine Trockenheit. Ob der Rasen beim Streuen feucht sein soll und wie lange es danach trocken bleiben muss, gibt der Hersteller vor – das unterscheidet sich je nach Produkt.
- Mähen: Gestreut wird drei bis vier Tage nach dem Mähen, damit das Unkraut wieder Blätter hat. Danach mähst du etwa eine Woche nicht.
- Nicht vorher vertikutieren. Das reißt genau die Blätter ab, über die das Mittel wirken soll.
Auf frisch gesätem Rasen wird kein Kombiprodukt verwendet. Junge Gräser können Schaden nehmen; hier bleibt es bei reinem Dünger.
Anwendung: Darauf musst du achten
- Gebrauchsanleitung lesen. Sie ist bei einem Pflanzenschutzmittel verbindlich, nicht bloß eine Empfehlung. Wer davon abweicht, riskiert ein Bußgeld.
- Genau dosieren. Üblich sind etwa 20 bis 30 g/m², maßgeblich ist die Packung. Mehr hilft nicht mehr: Überdosierung verbrennt den Rasen und belastet das Grundwasser. Der Rasendünger-Rechner rechnet die Menge für deine Fläche aus.
- Gleichmäßig und ohne Überlappung streuen, am besten mit einem Streuwagen und die ganze Fläche an einem Tag. Wie du ihn auf die Menge einstellst, steht unter Streuwagen-Einstellung.
- Abstand halten zu Beeten, Hecken, Gemüse und zu Gewässern. Welcher Abstand zu Teich oder Bach vorgeschrieben ist, steht auf der Packung.
- Dich selbst schützen: Handschuhe, lange Kleidung, feste Schuhe; nicht bei Wind streuen.
- Wässern nach Packung. Ob und wann nach dem Streuen gewässert wird, gibt der Hersteller vor; die übliche Regel für reinen Dünger gilt hier nicht.
- Nur einmal im Jahr. Die meisten Produkte sind auf eine Anwendung pro Jahr begrenzt, wenige erlauben zwei mit Mindestabstand.
Einige Wochen später sind die Unkräuter abgestorben und hinterlassen Lücken. Säe sie nach, sonst keimt dort das nächste Unkraut – passendes Saatgut findest du unter Nachsaat.
Kinder, Haustiere und Rasenschnitt
Nach dem Ausbringen darf der Rasen nicht betreten werden – nicht von Kindern, nicht von Hund und Katze, am besten auch nicht von dir. Verbindlich ist die Wartezeit auf der Packung. Unsere Empfehlung: ein bis zwei Wochen warten beziehungsweise bis nach dem nächsten Schnitt.
Für das Schnittgut gilt:
- Das Schnittgut der ersten Schnitte nach der Behandlung nicht als Mulch verwenden – weder auf dem Rasen noch um Gemüse und Obst.
- Es nicht an Kaninchen, Meerschweinchen oder andere Tiere verfüttern.
- Ob es auf den Kompost darf, regelt die Packung; im Zweifel gehört es nicht hinein.
Mehr dazu: Wie lange ist Rasendünger giftig? und Wie gefährlich ist Rasendünger für Hunde?
Wenn Kinder oder Tiere den Rasen täglich nutzen, ist ein Kombiprodukt die falsche Wahl. Dann bleibt es bei einem Dünger ohne Wirkstoff, etwa einem organischen Rasendünger, und beim Ausstechen.
Welcher ist der beste Rasendünger mit Unkrautvernichter?
Einen Testsieger für jeden Rasen gibt es nicht, weil sich die Produkte in den Wirkstoffen ähneln und vor allem in Dosierung, Düngeranteil und Anwendungszeitraum unterscheiden. Worauf es bei der Auswahl ankommt:
- Wirkt es gegen deine Unkräuter? Die Liste steht auf der Packung.
- Wie viel Fläche schafft die Packung? Der Preis je Sack sagt wenig; entscheidend ist, was die Behandlung je Quadratmeter kostet. Ein Produkt mit niedriger Dosierung kann günstiger sein als ein billiger Sack.
- Passt der Anwendungszeitraum? Die Hersteller geben unterschiedliche Monate an.
- Brauchst du zusätzlich einen Moosvernichter? Dann kommt ein Dreifachprodukt wie der Substral 3 in 1 Komplett Rasendünger infrage.
Selbst ausprobiert haben wir vier Dünger mit Unkrautvernichter: den WOLF-Garten 2-in-1 Unkrautvernichter plus Rasendünger mit laut Hersteller über 100 Tagen Düngewirkung, Compo Floranid mit Unkrautvernichter, das laut Hersteller unter anderem gegen Löwenzahn, Klee, Gänseblümchen und Wegerich wirkt und rund drei Monate düngt, den Substral Rasendünger mit Unkrautvernichter und den Beckmann UV. Einzelheiten stehen in der Übersicht auf dieser Seite und in den jeweiligen Berichten.
Geht es auch ohne Unkrautvernichter?
Oft ja. Unkraut breitet sich dort aus, wo der Rasen lückig und unterversorgt ist. Ein Rasen, der regelmäßig gedüngt, nicht zu tief gemäht und in Lücken nachgesät wird, lässt Unkraut wenig Raum. Welche Unkräuter was anzeigen und wie du sie ohne Wirkstoff loswirst, steht unter Unkraut im Rasen.
- Einzelne Pflanzen stichst du samt Wurzel aus – wie das beim Löwenzahn gelingt, steht unter Löwenzahn im Rasen bekämpfen.
- Klee zeigt meist Stickstoffmangel an. Mehr dazu: Klee im Rasen
- Kalk ist kein Mittel gegen Unkraut oder Moos. Gekalkt wird nur, wenn ein pH-Test einen zu sauren Boden zeigt – siehe Rasen kalken.
Häufige Fragen
Wann darf ich Rasendünger mit Unkrautvernichter streuen?
Von April bis September bei wüchsigem Wetter und Nachttemperaturen über 10 °C. Davor und danach ist es zu kalt: Das Unkraut wächst nicht und nimmt den Wirkstoff kaum auf.
Wie oft darf ich ihn anwenden?
Je nach Produkt in der Regel einmal, bei wenigen zweimal im Jahr. Die übrigen Düngungen machst du mit normalem Rasendünger, zum Beispiel im Herbst.
Wann darf der Hund wieder auf den Rasen?
Frühestens nach Ablauf der Wartezeit auf der Packung; sie ist verbindlich. Wir empfehlen ein bis zwei Wochen beziehungsweise bis nach dem nächsten Schnitt. Bis dahin bleibt die Fläche gesperrt.
Kann ich den Rasen vor dem Streuen mähen?
Ja, aber drei bis vier Tage vorher, nicht am selben Tag. Nach dem Streuen mähst du etwa eine Woche nicht.
Wie lange dauert es, bis das Unkraut verschwindet?
Das hängt vom Produkt und vom Wetter ab; die Hersteller nennen dazu eigene Zeiträume. Bleiben kahle Stellen zurück, werden sie nachgesät.

