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Kaliumdünger für den Rasen

Passende Tests und Produktvorstellungen

Kaliumdünger für den Rasen ist vor allem im Herbst sinnvoll: Kalium festigt das Pflanzengewebe und macht die Gräser widerstandsfähiger gegen Frost, Trockenheit und Krankheiten. Einen reinen Kaliumdünger braucht der Rasen dafür selten. In der Regel genügt ein kaliumbetonter Herbstrasendünger – die Produkte, die oben auf dieser Seite gezeigt werden.

Was bewirkt Kalium im Rasen?

Kalium (K) gehört neben Stickstoff (N) und Phosphor (P) zu den drei Hauptnährstoffen. Es treibt nicht das Wachstum an, sondern sorgt für Stabilität:

  • Es regelt den Wasserhaushalt der Pflanze. Gut versorgte Gräser kommen mit Trockenheit besser zurecht.
  • Es stärkt die Zellwände. Die Halme sind belastbarer.
  • Es erhöht die Salzkonzentration im Zellsaft. Dadurch gefriert er später, und die Gräser überstehen Frost besser.

Kalium ist in jedem Boden und in den Gräsern selbst vorhanden. Mit dem Schnittgut verlässt es aber laufend die Fläche. Auf sandigen Böden wird es zudem leicht ausgewaschen; dort ist ein Mangel am ehesten zu erwarten.

Wann den Rasen mit Kalium düngen?

Der wichtigste Termin ist der Herbst: September bis Oktober, solange der Rasen noch wächst und die Nährstoffe aufnimmt, bei mildem Wetter bis Anfang November. So geht er gestärkt in den Winter.

Im Winter selbst, von Dezember bis Februar, wird nicht gedüngt: Der Rasen ruht und nimmt kaum etwas auf. Was als „Winterdünger“ verkauft wird, ist nichts anderes als eine späte, kaliumbetonte Herbstgabe. Warum das so ist und was in dieser Zeit stattdessen ansteht, steht unter Rasen im Winter.

Im Frühjahr und Sommer bekommt der Rasen sein Kalium über den normalen Rasendünger. Fast alle sind NPK-Dünger und enthalten einen Kaliumanteil. Eine zusätzliche Kaliumgabe ist dann nur nötig, wenn eine Bodenanalyse einen Mangel zeigt; ein Kalium-Spezialdünger gehört nicht in die Sommerdüngung. Welcher Dünger wann dran ist, zeigt der Düngeplan.

Welcher Kaliumdünger ist der richtige?

Zur Wahl stehen zwei Gruppen:

  • Herbstrasendünger. Sie enthalten viel Kalium, wenig Stickstoff und meist etwas Phosphor. Sie sind auf Rasen abgestimmt und die einfachste Lösung. Viele haben eine Langzeitwirkung.
  • Reine Kalidünger. Sie enthalten sehr viel Kalium, aber weder Stickstoff noch Phosphor. Manche bringen zusätzlich Magnesium mit, etwa Kalimagnesia. Solche Dünger sind für den gezielten Ausgleich eines nachgewiesenen Mangels gedacht.

Reine Kalidünger enthalten 30 bis 50 Prozent Kalium. Für eine normale Rasenfläche ist das zu viel des Guten; ihr genügt der Kaliumanteil eines Herbstrasendüngers.

Ein Beispiel ist Patentkali, das wir in unserem Herbstdünger-Vergleich neben zwei Herbstrasendüngern ausgebracht haben. Es enthält 30 % Kalium, dazu Magnesium und Schwefel, und ist eigentlich für die Landwirtschaft und für Gehölze mit hohem Kaliumbedarf gedacht. Die Aufwandmenge lag mit 70 g/m² deutlich über der der beiden Rasendünger. Für einen Kalium-Schub taugt es, ein Rasendünger ist es nicht. Die drei Produkte im Vergleich findest du auf der Seite Herbstdünger für den Rasen.

Viel hilft nicht viel

Auch Kalium kann man überdosieren. Zu viel erhöht den Salzgehalt im Boden und kann die Aufnahme anderer Nährstoffe, vor allem von Magnesium, behindern. Halte dich an die Dosierung auf der Packung; die Menge für deine Fläche ermittelst du mit dem Rasendünger-Rechner.

Auch gelbe Stellen sind kein sicheres Zeichen für Kaliummangel. Häufiger fehlt Stickstoff, oder es liegt an Trockenheit, Hundeurin oder Verdichtung. Gewissheit bringt nur eine Bodenanalyse.

Kalium aus natürlichen Quellen

  • Holzasche enthält viel Kalium, ist aber stark alkalisch und kann Schadstoffe enthalten. Sie hebt den pH-Wert deutlich an und gehört höchstens in kleinen Mengen und nur von unbehandeltem Holz auf den Rasen. Was dafür und dagegen spricht, steht unter Asche als Dünger für den Rasen.
  • Jauchen aus Beinwell oder Brennnessel liefern Kalium und Stickstoff. Vom Beinwell nimmt man die Blätter, von der Brennnessel die ganze Pflanze. Für Beete ist das praktisch, auf einer größeren Rasenfläche lässt sich Jauche kaum gleichmäßig dosieren.

Weitere Ideen findest du unter Rasendünger selbst machen.

Häufige Fragen

Ist Kalium gut für den Rasen?

Ja. Kalium macht die Gräser robuster gegen Kälte, Trockenheit und Krankheiten. Wichtig ist das richtige Maß und der richtige Zeitpunkt – vor allem der Herbst.

Welcher Dünger hat viel Kalium?

Herbstrasendünger haben einen hohen Kalium- und einen niedrigen Stickstoffanteil. Noch mehr Kalium enthalten reine Kalidünger, die ohne Stickstoff und Phosphor auskommen.

Wie zeigt sich Kaliummangel?

Typisch sind Blattspitzen und -ränder, die wie verbrannt aussehen. Außerdem erholt sich der Rasen nach dem Winter oder nach Trockenheit nur langsam. Da andere Ursachen ähnlich aussehen, lohnt sich vor einer gezielten Kaliumdüngung eine Bodenanalyse.

Kann ich im Frühjahr mit Kalium düngen?

Ja, über den normalen Frühjahrsdünger, der neben Stickstoff auch Kalium enthält. Das Kalium hilft dem Rasen, die Trockenphasen des Sommers zu überstehen. Mehr dazu auf der Seite Rasendünger im Frühjahr.