Rasensamen im Praxistest
KAS Berliner Tiergarten Rasenmischung (10 kg) im Test
- Hersteller
- KAS




Die Rasenmischung Berliner Tiergarten von KAS hat in unserem Praxistest überzeugt: Die Saat ließ sich leicht ausbringen, die ersten Keimlinge zeigten sich nach wenigen Tagen, und der Rasen wuchs gleichmäßig und dicht heran – auch an feuchten und schattigen Stellen. Gedacht ist die Mischung vor allem als Zierrasen. Für eine stark bespielte Fläche ist sie nicht die erste Wahl.
Was bedeutet „Berliner Tiergarten“?
Der Name klingt, als käme hier der Rasen aus dem Berliner Park in die Tüte. So ist es nicht. „Berliner Tiergarten“ ist eine alte Handelsbezeichnung für eine Universal-Rasenmischung. Der Name ist nicht geschützt, und jeder Anbieter mischt unter diesem Namen anders. Über die Qualität sagt er deshalb nichts aus. Entscheidend ist, welche Gräser und Sorten auf dem Etikett stehen. Worauf du dabei achtest, erklärt unser Rasensamen-Test.
Für wen eignet sich die Mischung?
Laut KAS ist die Mischung hauptsächlich als Zierrasen gedacht. Starken Belastungen solltest du den Rasen nicht aussetzen. Toben trotzdem regelmäßig Kinder darauf, braucht er Unterstützung durch Dünger und gelegentliche Nachsaat. Für solche Flächen ist ein Spiel- oder Sportrasen von vornherein passender.
Herstellerangaben zu Menge und Keimung
- Saatmenge: 25 bis 30 g/m². 10 kg reichen laut KAS für 350 bis 400 m².
- Gebinde: Neben dem 10-kg-Beutel gab es die Mischung in Größen von 1 kg bis 40 kg.
- Qualität: KAS gibt eine Gütegarantie für Reinheit und Keimfähigkeit. Die Mischung wird nach den Vorgaben des Saatgutverkehrsgesetzes hergestellt.
- Keimung: Bei täglicher Bewässerung und frostfreien Nächten soll die Saat nach wenigen Tagen keimen.
- Boden: Die Mischung soll sich an unterschiedliche Böden anpassen.
Zur Einordnung: Frostfreie Nächte allein genügen nicht. Rasen keimt erst zuverlässig, wenn der Boden etwa 10 °C erreicht hat. Säst du früher, bleibt die Saat lange liegen.
Unsere Erfahrung im Praxistest
Aussaat: Der Packung liegt eine leicht verständliche Anleitung bei, die auch auf typische Fehler beim Säen hinweist. Das Ausbringen war danach kein Problem.
Keimung: Nach einigen Tagen mit intensiver Bewässerung waren die ersten Keimlinge zu sehen. Nach ungefähr zwei Wochen standen die ersten Grashalme – auch an feuchten und schattigen Stellen.
Wuchs: Der Rasen wuchs zügig und gleichmäßig. Trotzdem mussten wir nicht häufiger mähen als üblich. Die Narbe wurde dicht, was es Moos und Unkraut schwerer macht, sich auszubreiten. Die Halme zeigten ein sattes Grün.
Lücken: Wo die Saat nicht gleichmäßig aufgegangen ist, lässt sich mit einer Nachsaat nachbessern.
Tipps zur Aussaat
- Auf größeren Flächen verteilt ein Streuwagen die Saat gleichmäßiger als die Hand. Kleine Flächen lassen sich von Hand säen, am besten in zwei Durchgängen längs und quer.
- Halte die Fläche in den ersten Wochen durchgehend feucht, ohne sie zu überschwemmen.
- Wird der Rasen stärker genutzt, hilft regelmäßiges Düngen bei der Regeneration. Einen Überblick gibt der Ratgeber Rasen richtig düngen.
Wie du eine neue Fläche vorbereitest, steht unter Rasen anlegen.
Stärken und Schwächen
Stärken
- im Test schnelle, gleichmäßige Keimung
- lief auch an feuchten und schattigen Stellen auf
- dichter, sattgrüner Rasen bei normalem Mähaufwand
- verständliche Anleitung
- günstig in der Anschaffung
Schwächen
- als Zierrasen wenig belastbar
- der Name „Berliner Tiergarten“ ist keine Qualitätsangabe
Fazit
Die KAS-Rasenmischung Berliner Tiergarten ist eine preiswerte Mischung für Rasenflächen, die vor allem gut aussehen sollen. Im Test ließ sie sich leicht aussäen und ergab einen gleichmäßigen, dichten Rasen. Für Flächen, auf denen täglich gespielt wird, empfehlen wir eine belastbarere Mischung.
KAS Berliner Tiergarten Rasenmischung (10 kg) im Test: Preis bei Amazon prüfen*
