Neudorff pH-Bodentest: So misst du den pH-Wert deines Bodens
Der Neudorff pH-Bodentest ist ein einfacher Farbtest, mit dem du in wenigen Minuten selbst feststellst, ob dein Boden zu sauer ist und Kalk braucht. Chemische Vorkenntnisse sind laut Hersteller nicht nötig. Das Ergebnis ist ein Richtwert, keine Laboranalyse – für die Frage „Kalken oder nicht?“ reicht das in der Regel aus. Wir stellen das Set anhand der Herstellerangaben und der Rückmeldungen von Käufern vor.
Warum den pH-Wert des Bodens messen?
Vom pH-Wert hängt ab, wie gut Pflanzen die Nährstoffe im Boden aufnehmen können. Als günstig gilt für die meisten Gartenböden ein Bereich von etwa 5,5 bis 7,0. Liegt der Wert deutlich darunter oder darüber, sind manche Nährstoffe schlechter verfügbar – der Rasen kümmert dann trotz Düngung. In stark saurem Boden werden zudem Schwermetalle leichter gelöst.
Für den Rasen heißt das: Ziel ist ein pH-Wert von 5,5–6,5, auf Sandboden eher 5,5–6,0, auf Lehmboden 6,0–6,5. Kalk gehört nur auf die Fläche, wenn die Messung darunter liegt; im Zielbereich wird nicht gekalkt. Die Einzelheiten stehen unter Rasen kalken.
Was ist im Neudorff pH-Bodentest enthalten?
Laut Hersteller gibt es das Set in zwei Größen, für 8 oder für 16 Messungen. Enthalten sind:
- ein Untersuchungsröhrchen aus Glas,
- ein Fläschchen mit 20 ml destilliertem Wasser,
- 8 beziehungsweise 16 Testtabletten,
- eine Farbskala auf der Verpackung,
- ein Merkblatt zur Probenahme mit Tabellen für die nötige Kalkmenge.
So funktioniert der pH-Bodentest
Der Test beruht auf einer Farbreaktion: Bodenprobe, destilliertes Wasser und eine Tablette kommen in das Röhrchen und werden geschüttelt. Die genauen Mengen stehen in der beiliegenden Anleitung. Danach bleibt das Röhrchen stehen, bis sich die Erde abgesetzt hat und die Flüssigkeit klar ist. Dann hältst du es gegen das Licht und vergleichst den Farbton mit der Farbskala. Aus der Tabelle im Merkblatt liest du ab, ob und wie viel Kalk nötig ist.
Als Kalk empfiehlt Neudorff bei zu niedrigem Wert das hauseigene Produkt Azet VitalKalk. An die Marke gebunden bist du nicht; bei einem anderen Kalk richtest du dich nach dessen Dosierangabe.
Bodenprobe richtig entnehmen
Das Ergebnis ist nur so gut wie die Probe. Der Hersteller rät:
- Je 50 m² Fläche vier etwa gleich große Einzelproben nehmen, mit einer Schaufel oder einem Bohrstock.
- Rasen, Wiese und Grünland: aus 0 bis 10 cm Tiefe.
- Beete: aus dem Wurzelbereich, etwa 5 bis 20 cm Tiefe.
- Die Einzelproben gründlich mischen und aus dieser Mischung die Testmenge entnehmen.
Nimm die Probe nicht unmittelbar nach dem Kalken oder Düngen – dann misst du den Dünger und nicht den Boden. Nach einer Kalkung lohnt die nächste Messung nach etwa einem Jahr.
Stärken und Schwächen
Stärken
- schnell und ohne Vorkenntnisse durchführbar
- mehrere Messungen pro Packung, also auch für verschiedene Gartenbereiche
- Tabelle mit Kalkmengen liegt bei
Schwächen
- Die Tabletten lösen sich laut vielen Käufern schwer auf. Das Röhrchen muss lange und kräftig geschüttelt werden.
- Bis die Flüssigkeit klar ist und sich die Farbe ablesen lässt, dauert es unterschiedlich lange.
- Ein Farbvergleich liefert nur einen ungefähren Wert. Über Nährstoffgehalte sagt der Test nichts aus; dafür braucht es eine Bodenanalyse im Labor.
Für wen lohnt sich der Test?
Für alle, die wissen wollen, ob ihr Rasen Kalk braucht, bevor sie welchen kaufen – etwa bei viel Moos oder wenn der Rasen trotz Düngung nicht recht wächst. Wer geduldig schüttelt und das Röhrchen in Ruhe absetzen lässt, bekommt laut den Käuferstimmen ein gut ablesbares Ergebnis. Wer es genau wissen will oder auch die Nährstoffversorgung prüfen möchte, lässt eine Bodenprobe im Labor untersuchen.
Mehr über den Hersteller steht im Neudorff-Porträt. Wie es nach der Messung weitergeht, erklären die Beiträge Rasen kalken, Moos im Rasen und Rasen richtig düngen.