Rasendünger im Praxistest
COMPO Herbst-Rasendünger mit Langzeitwirkung im Praxistest

- Hersteller
- Compo
- Unser Urteil
- 4,5 von 5
- Preis-Leistung
- 3,5 von 5
- Reichweite
- 250 m² je Packung
- Passt im
Video abspielenDer Compo Herbstdünger für den Rasen ist ein kaliumbetonter Langzeitdünger, der die Gräser auf Frost und Schnee vorbereitet. Bei uns hat er das zuverlässig getan: Der Rasen wurde nach dem Streuen dunkler grün, kam ohne gelbe Stellen durch den Winter und trieb im Frühjahr gesund aus. Ein Mittel gegen Moos oder Unkraut ist er nicht – auch wenn das oft so dargestellt wird.
Für wen eignet sich der Compo Herbst-Rasendünger?
Der Dünger passt zu dir, wenn du deinen Rasen im Herbst gezielt abhärten willst, statt ihm noch einmal einen Wachstumsschub zu geben. Laut Hersteller eignet er sich für Zier-, Spiel- und Sportrasen.
Die Großpackung ist ergiebig und reicht für große Flächen oder für mehrere Gaben auf einer kleinen Fläche. Für kleine Gärten lohnt sie sich nur, wenn du den Rest trocken lagern kannst.
Was steckt drin und wie wirkt es?
Compo setzt beim Herbst-Rasendünger auf einen hohen Kaliumanteil. Kalium festigt das Pflanzengewebe und reguliert den Wasserhaushalt der Gräser – beides hilft ihnen, Kälte und Frost besser zu überstehen. Dazu kommt Magnesium, das die Pflanze für das Blattgrün braucht und das für die satte Farbe sorgt.
Die Wirkung hält laut Hersteller zwei bis drei Monate an.
Wann und wie wird der Compo Herbstdünger ausgebracht?
Compo nennt als Zeitraum für die Herbstdüngung September bis Dezember. Außerdem empfiehlt der Hersteller das Produkt für eine Düngung zwischen März und August, unter anderem zur Vorbereitung auf Trockenstress im Sommer.
Wir streuen den Dünger gewöhnlich Ende September. Unser Rat: Bring ihn aus, solange der Rasen noch wächst und der Boden nicht gefroren ist. Auf gefrorenem Boden und im tiefen Winter nehmen die Gräser nichts mehr auf – dann wird nicht gedüngt. Mehr dazu steht im Ratgeber zur Rasenpflege im Herbst.
Für ein gleichmäßiges Streubild gehst du die Fläche zweimal ab: einmal längs, einmal quer. Mit einem Streuwagen gelingt das am einfachsten. Wie viel du für deine Fläche brauchst, zeigt dir der Rasendünger-Rechner.
Unsere Erfahrung im Praxistest
Wir haben den Dünger über mehrere Jahre auf zwei Rasenflächen eingesetzt, vor und hinter dem Haus. Vor allem der Vorgarten hatte lange Probleme gemacht: Stellenweise wuchs der Rasen kaum, an anderen Stellen sah er kränklich aus.
Was uns aufgefallen ist:
- Das Granulat löst sich langsamer auf als bei anderen Compo-Düngern, die wir kennen. Die Wirkung war trotzdem gut.
- Schon kurz nach dem Streuen wurde der Rasen dunkler grün.
- Verbrennungen hatten wir bei normaler Dosierung keine.
- Bleibt der Spätherbst mild, wächst der Rasen noch einmal spürbar. Dann steht ein zusätzlicher Schnitt an, bevor der Mäher in die Winterpause geht.
- Im Frühjahr war der Rasen grün, auch schattige Stellen zeigten keine Gelbfärbung.
In manchen Jahren haben wir Ende November noch einmal eine kleine Menge nachgestreut. Heute würden wir das nur noch bei mildem Wetter und wachsendem Rasen tun – sonst bleibt der Dünger ungenutzt liegen.
Wichtig ist auch: Der Herbstdünger war bei uns nur ein Baustein. Vorzeigbar wurden beide Flächen erst zusammen mit regelmäßiger Pflege über das ganze Jahr.
Im Vergleich mit Patentkali und Dehner Bio
In unserem Herbstdünger-Vergleich haben wir den Compo Herbst-Rasen-Langzeitdünger neben Patentkali und dem Dehner Bio Herbst-Rasendünger ausgebracht. Die Angaben zum Compo: ein Mischdünger mit etwas Stickstoff und Phosphor, 14 % Kalium, dazu Magnesium und Eisen. Der 10-kg-Sack reicht für 500 m², gestreut werden 20–30 g/m²; die Langzeitwirkung gibt der Hersteller mit bis zu drei Monaten an.
| Dünger | Kaliumanteil | Reichweite | Menge je m² |
|---|---|---|---|
| Compo Herbst-Rasen-Langzeitdünger | 14 % | 10 kg für 500 m² | 20–30 g |
| Patentkali | 30 % | 25 kg für etwa 350 m² | 70 g |
| Dehner Bio Herbst-Rasendünger | 10 % | 10 kg für etwa 200 m² | 50 g |
So haben wir den Compo eingeordnet:
- Er hat die beste Flächenleistung der drei – mit einem Sack kommst du am weitesten.
- Sein Kaliumanteil liegt in der Mitte: mehr als beim organischen Dehner Bio, deutlich weniger als beim Patentkali. Das ist allerdings eigentlich für Landwirtschaft und Gehölze mit hohem Kaliumbedarf gedacht, nicht für Rasen.
- Mit dem Streuer ließ er sich gut ausbringen, wie die beiden anderen auch. Beim Einfüllen staubt er; der Dehner Bio tut das nicht und ist aus ökologischer Sicht unsere Empfehlung, riecht aber am stärksten.
Trag beim Einfüllen und Streuen Handschuhe, denn granulierte Dünger können die Haut reizen. Weil der Compo Eisen enthält, kehrst du verstreute Körner gleich von Platten und Steinen – Eisen hinterlässt Rostflecken. Wie die drei Dünger auf dem Rasen im Vergleich gewirkt haben, haben wir nicht ausgewertet; unsere Erfahrungen mit dem Compo allein stehen oben. Mehr zum Vergleich auf der Seite Herbstdünger für den Rasen.
Hilft der Dünger gegen Moos und Unkraut?
Nicht direkt. Der Compo Herbst-Rasendünger enthält keinen Moos- oder Unkrautvernichter, und Kalium hält Moos nicht fern. Ein gut versorgter, dichter Rasen lässt Moos und Unkraut aber weniger Platz. Genau das haben wir beobachtet: Der Rasen kam besser durch den Winter als das Unkraut. Bei starkem Moosbefall brauchst du andere Maßnahmen, etwa Vertikutieren.
Stärken und Schwächen
Stärken
- kaliumbetont, auf die Überwinterung abgestimmt
- sichtbar dunkleres Grün kurz nach der Anwendung
- keine Verbrennungen bei normaler Dosierung
- ergiebig – beste Flächenleistung in unserem Herbstdünger-Vergleich
Schwächen
- Granulat löst sich langsam auf
- staubt beim Einfüllen
- Großpackung für kleine Gärten unpraktisch
- kein Ersatz für Moosbekämpfung
Hinweis für Kinder und Haustiere
Wässere den Rasen nach dem Streuen und lass Kinder und Tiere erst wieder darauf, wenn keine Körner mehr zu sehen sind. Angebrochene Packungen gehören verschlossen und außer Reichweite gelagert. Mehr dazu unter Wie lange ist Rasendünger giftig?
Fazit
Der Compo Herbst-Rasendünger mit Langzeitwirkung macht, wofür er gedacht ist: Er bringt den Rasen gut versorgt in den Winter und sorgt für einen sauberen Start im Frühjahr. Wer ein Mittel gegen Moos sucht, ist hier falsch. Weitere Produkte für die letzte Düngung des Jahres findest du im Vergleich der Herbstrasendünger, ganzjährige Alternativen bei den Langzeitrasendüngern.
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