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Rasenkantenschere im Test: drei Handgrasscheren im Vergleich

Passende Tests und Produktvorstellungen

Im Rasenkantenscheren-Test haben wir drei mechanische Handgrasscheren von Gardena, Wolf-Garten und Grüntek ausprobiert. Gras und Rasenkanten schneiden alle drei mühelos. Unterschiede zeigten sich erst bei zähem Schnittgut: Die Gardena Classic und die Wolf-Garten-Schere kamen auch damit zurecht, die Grüntek hakte leicht und stieß an einer Konifere an ihre Grenzen. Dafür lässt sich ihr Schneidkopf am feinsten verstellen.

Die drei Rasenkantenscheren im Test: Gardena Classic, Wolf-Garten und Grüntek

Rasenkantenschere, Grasschere, Handgrasschere, Rasenschere – gemeint ist immer dasselbe: eine Schere für Gras, die du mit einer Hand und reiner Muskelkraft bedienst.

Rasenkantenscheren im Test: die drei Modelle

Gardena Grasschere Classic Wolf-Garten Handgrasschere Grüntek Grasschere Segler
Klingenlänge 135 mm 135 mm 140 mm
Schnittbreite 50 mm 60 mm 70 mm
Schneidkopf fest um 180° drehbar um 360° drehbar, 16 Positionen
Testbericht Gardena Grasschere Classic Wolf-Garten Handgrasschere Grüntek Grasschere Segler

Die Maße sind Herstellerangaben.

Unser Video vom Test

Video: Handgrasscheren / mechanische Grasscheren im Test (März 2021)Video abspielen

Was der Praxistest gezeigt hat

Geschnitten haben wir Rasen, Bodendecker, kleinere Sträucher, zähes Moorgras und zum Schluss eine Konifere – Letzteres als Härtetest, denn dafür ist eine Grasschere eigentlich nicht gebaut.

  • Rasen, Bodendecker und kleine Pflanzen: Mit allen drei Scheren ohne Mühe möglich.
  • Moorgras: Alle drei schafften es. Bei der Grüntek war ein leichtes Haken zu spüren.
  • Konifere: Gardena und Wolf-Garten meisterten auch das. Die Grüntek kam hier an ihre Grenzen.
  • Handhaltung: Bei Gardena und Wolf-Garten musste sich die Hand beim Schneiden mit der Schere mitdrehen. Die Grüntek lässt sich so einstellen, dass das Handgelenk gerade bleibt.

Wer nur Rasenkanten schneidet, macht mit keiner der drei etwas falsch. Soll die Schere auch härtere Halme und Stauden kürzen, sind Gardena und Wolf-Garten die bessere Wahl. Für lange Kanten in ungünstigen Winkeln spricht der verstellbare Kopf für die Grüntek.

Handgrasschere oder Schere mit Stiel?

Mechanische Grasscheren gibt es in zwei Bauarten:

  • Handgrasscheren sind leicht – meist nicht mehr als 300 g – und lassen sich genau führen. Dafür arbeitest du kniend oder in der Hocke. Das geht auf Rücken und Knie.
  • Grasscheren mit Stiel bedienst du im Stehen. Das schont Rücken und Knie, belastet aber Arme und Schultern stärker. Die Scheren sind schwerer, sperriger und weniger genau zu führen. Wegen der langen Übersetzung gelten sie außerdem als anfälliger für Defekte.

Hast du Rücken- oder Knieprobleme, ist eine Schere mit Stiel trotzdem die vernünftigere Wahl. Daneben gibt es Grasscheren mit Akku, die bei vielen Metern Kante die Hand entlasten.

Worauf kommt es bei den Klingen an?

Bei der reinen Schnittleistung liegen gute Grasscheren nah beieinander. Die Unterschiede stecken im Detail:

  • Antihaftbeschichtung: An beschichteten Klingen bleibt weniger Schnittgut kleben. Die Schere klemmt seltener und lässt sich leichter reinigen.
  • Klingenlänge: Lange Klingen erfassen mehr Gras pro Schnitt, du kommst schneller voran. Kurze Klingen sind an engen, verwinkelten Stellen im Vorteil.
  • Schliff: Gerade Klingen lassen sich einfach nachschleifen. Ein Wellenschliff ist deutlich schwieriger zu schärfen.
  • Drehbarer Schneidkopf: Er entlastet das Handgelenk, weil du die Klingen waagerecht oder senkrecht stellen kannst, ohne die Hand zu verdrehen. Das Drehgelenk ist aber auch die Stelle, an der sich Verarbeitungsmängel zuerst zeigen. Achte darauf, dass der Kopf fest einrastet.

Grasschere nachschleifen

Jede Grasschere wird irgendwann stumpf. Die meisten lassen sich zum Schärfen auseinanderschrauben. Ein Schleifstein genügt: Mach ihn nass und zieh die Klinge mehrmals leicht schräg darüber, immer im vorhandenen Schliffwinkel. Danach setzt du die Schere wieder zusammen. Wer die Klingen nach der Arbeit säubert und trocken lagert, muss seltener schleifen.

Häufige Fragen

Rasenkantenschere oder Rasentrimmer?

Die Schere schneidet genauer, der Trimmer schneller. Für kurze Kanten, Ecken und Stellen direkt an Pflanzen oder Baumstämmen ist die Schere besser. Für viele Meter Kante, bei denen es nicht auf jeden Halm ankommt, ist ein Trimmer die bequemere Lösung. Drei Geräte haben wir im Akku-Rasentrimmer-Test verglichen.

Wie bekomme ich eine saubere Rasenkante?

Liegen Rasenkantensteine ein bis zwei Zentimeter tiefer als die Grasnarbe, fährst du mit dem Mäher darüber und schneidest die Kante gleich mit. Was übersteht, kürzt du mit Schere oder Trimmer. Hat dein Rasen keine Einfassung, stichst du den Rand regelmäßig mit einem Rasenkantenstecher ab – in der Saison etwa alle sechs Wochen. Sonst wächst das Gras ins Beet. Die abgestochenen Soden können auf den Kompost.

Lohnt sich eine Grasschere mit Akku?

Bei großen Flächen oder vielen Kanten ja, weil die Hand nicht ermüdet. Du musst allerdings rechtzeitig ans Laden denken. Für ein paar Meter Kante reicht die Handschere – sie ist sofort einsatzbereit und braucht keine Pflege außer gelegentlichem Schärfen.

Weitere getestete Gartengeräte findest du in der Übersicht Geräte.