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Wie lange ist Rasendünger haltbar?

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Wie lange ist Rasendünger haltbar?

Trocken gelagert ist Rasendünger über viele Jahre haltbar. Die Nährsalze in mineralischem Dünger verderben nicht, deshalb steht auf den meisten Packungen auch kein Haltbarkeitsdatum. Empfindlich ist der Dünger nur gegen Feuchtigkeit – und es gibt eine wichtige Ausnahme: Dünger mit Unkraut- oder Moosvernichter.

Wie lange ist Rasendünger haltbar?

  • Mineralischer Dünger verliert seine Nährstoffe nicht. Wird er feucht, verklumpt er aber und lässt sich schlechter dosieren.
  • Organischer Dünger hat ebenfalls kein Haltbarkeitsdatum. Er ist jedoch anfälliger: Feuchtigkeit lässt ihn schimmeln und sich zersetzen, und er zieht Insekten an.
  • Dünger mit Unkraut- oder Moosvernichter ist ein Pflanzenschutzmittel. Hier zählt nicht nur, ob der Wirkstoff noch wirkt, sondern auch, ob das Mittel noch zugelassen ist. Läuft die Zulassung aus, darf ein alter Rest nach einer Übergangsfrist nicht mehr ausgebracht werden. Einen jahrealten Sack solltest du deshalb nicht einfach aufbrauchen, sondern im Zweifel bei der Schadstoffsammlung abgeben.

Verklumpter Rasendünger: noch verwendbar?

Klumpen sind das typische Zeichen für eine feuchte Lagerung. Ein Teil des Düngers backt zu Brocken zusammen, ein anderer zerfällt zu Staub. Unbrauchbar ist er damit nicht, aber im Streuwagen verteilt er sich nicht mehr gleichmäßig.

Das kannst du tun:

  • Brocken vorsichtig zerdrücken, den Dünger abwiegen und von Hand so gleichmäßig wie möglich streuen. Trage dabei Handschuhe.
  • Die abgewogene Menge für eine bestimmte Fläche in Wasser auflösen und mit der Gießkanne verteilen. Das ist nur etwas für kleine Flächen, und die Menge je Quadratmeter muss stimmen – sonst drohen Verbrennungen. Die richtige Menge zeigt der Rasendünger-Rechner.

Vorsicht bei Langzeitdünger mit umhüllten Körnern: Die Hülle sorgt dafür, dass die Nährstoffe langsam frei werden. Wer solche Körner zermahlt oder auflöst, macht aus dem Langzeitdünger einen schnell wirkenden Dünger und riskiert eine Überdüngung.

Was bei organischem Dünger anders ist

Organischer Dünger besteht aus pflanzlichen oder tierischen Stoffen. Motten und Käfer fühlen sich darin wohl und legen ihre Eier hinein. Wird der Sack feucht, beginnt der Inhalt außerdem zu schimmeln und sich zu zersetzen.

Kaufe organischen Rasendünger deshalb nicht auf Vorrat, sondern möglichst nur so viel, wie du in einer Saison verbrauchst.

Rasendünger richtig lagern

  • Trocken. Das ist der wichtigste Punkt. Feuchtigkeit lässt mineralischen Dünger verklumpen und organischen verderben.
  • Kühl und ohne starke Temperaturschwankungen.
  • Dunkel. Direkte Sonne mindert die Qualität des Düngers.
  • Unerreichbar für Kinder und Haustiere. Aus einem offenen Sack kann ein Hund in kurzer Zeit eine gefährliche Menge fressen. Mehr dazu unter Wie gefährlich ist Rasendünger für Hunde?

Angebrochene Säcke lassen sich schlecht dicht verschließen. Reste von reinem Dünger kannst du in einen blickdichten Eimer mit Deckel umfüllen. Schneide Produktnamen, Dosierempfehlung und Zusammensetzung aus dem Sack aus und klebe sie auf den Eimer, damit später niemand rätseln muss. Nimm dafür nie ein Gefäß, das nach Lebensmittel aussieht.

Dünger mit Unkraut- oder Moosvernichter bleibt dagegen in der Originalverpackung. Nur dort stehen alle Sicherheits- und Anwendungshinweise.

Rasendünger entsorgen

Am sinnvollsten ist es, einen Rest zu verbrauchen: zur nächsten fälligen Düngung, in der richtigen Menge. Geht das nicht, gibt es diese Wege:

  • Verschenken. Nachbarn oder eine Gärtnerei nehmen einen sauberen, beschrifteten Rest oft gern.
  • Schadstoffsammlung. Mineralischen Dünger und alles mit Unkraut- oder Moosvernichter gibst du bei der Schadstoffsammelstelle oder am Schadstoffmobil ab – am besten in der gut verschlossenen Originalverpackung. Wie deine Gemeinde das regelt, sagt dir der örtliche Entsorger.
  • Kompost. Eine kleine Menge organischen Düngers kann auf den Kompost. Größere Mengen, vor allem mineralischer Dünger, schaden den Lebewesen im Komposthaufen. Dünger mit Unkrautvernichter gehört nie auf den Kompost.

Auf keinen Fall gehört Dünger in den Abfluss oder die Toilette. Kippe Reste auch nicht auf ein Beet oder in eine Ecke des Gartens: Die Nährstoffe verbrennen dort die Pflanzen und werden ins Grundwasser ausgewaschen.